Schröpfen

Die alte tibetische Tradition, den Körper von chronischen Schmerzen oder Schmerzen allgemein an einer bestimmten Körperzone mit heißen Kupfer-, Glas-, Bambus- oder Hornbechern zu befreien, nennt sich Schröpfen. Es wird in den östlichen Medizinen seit Jahrhunderten eingesetzt, um den Blutkreislauf in bestimmten Zonen auf Schultern und Rücken zu fördern, um Muskeln zu entspannen und chronische Schmerzen zu lindern.
Der Schröpfer hält eine Flamme (ein angezündeter, in Äther getauchter Wattebausch) an den Becher, der sich erhitzt. Dieser wird dann auf die entsprechende Stelle gedrückt. Das Vakuum, das durch die Hitze und den Verschluss entsteht, zieht die Haut in den Becher, es entsteht eine 'Blase'. Dadurch wird die Blutzirkulation angeregt. Das wiederum lässt viele Gifte über diese Stelle heraus und regt das Lympfsystem an, was die Ausfuhr der Gifte einleitet.

Es gibt historische Belege, dass diese Art von Therapie bereits 3.500 Jahre in China und Tibet angewandt wird. Die Chinesen und Tibeter glaubten in früheren Zeiten, dass durch das Schröpfen sich Blockaden lösten und die Energie „Qi“ wieder frei fließen konnte und gleichzeitig der Körper eine Verjüngung machte, müde und beanspruchte Haut wieder belebte.

Schröpfen, von einem Experten gehandhabt, gilt als relativ sicher und ist geeignet für chronische Schmerzen wie etwa Migräne, Rheuma oder Hexenschuss. Kombiniert mit Massage und anderen Heilmethoden, kann das Schröpfen entgiften und eine Schmerzlinderung hervorrufen.