Kräuter Therapie

Die tibetische Medizin wird seit mehr als 1.000 Jahren in Tibet praktiziert. Traditionelle tibetische Medizin nutzt mehrere Therapiearten und Medizinen wie Verhaltensveränderung, Ernährungsumstellung, Akupunktur, Massage, Inhalation und andere. Einer den am meisten angewandten Techniken in der tibetischen Medizin sind die Kräuterzusammenstellungen. Mit Kräutern werden zahlreiche Krankheiten behandelt, von der einfachen Erkältung zu Verdauungsstörungen bis hin zu Lungenproblemen.

Die Zusammenstellungen der Heilkräuter wurden einst hauptsächlich als komplementäre Therapie genutzt, beispielsweise bei der Ernährungsumstellung, Verhaltensänderung oder ähnlichem. Die Heilkräuter sollten die drei Körpersäfte in Einklang bringen: rLung (Wind), mKrhispa (Galle) und Badkan (Phlegma). Um diese Medizin herzustellen gebrauchten die Tibeter verschiedene Kräuter. Die allgemeinen Behandlungen beinhalteten mehr als 12 Inhaltstoffe. Ein Drittel von ihnen kann man in Tibet finden (meist in der Nähe des Himalaja) und der Rest der Inhaltstoffe kam aus Indien und China (genauso wie die schwierigen Zubereitungsmethoden dieser Medizinen). Heilkräuter wurden stets als letztes genutzt, wenn alles andere nicht anschlug.

Sobald die entsprechenden Heilkräuter gesammelt sind, werden sie vorbereitet und unter einander vermengt. Nach dem sie sich einen Tag gesetzt haben, werden sie erneut vermengt. Letztendlich werden sie zu Pillen geformt und in einem Stoffbeutel aufbewahrt.
Auch wenn in der tibetischen Medizin vieles sich evolviert hat, so gibt es doch immer noch grundlegende Heilkräuter, die bis heute aktuell sind. Darunter sind:

-Bambus
-Safran
-Granatapfel
-Sanddorn
-Enzian
-Berberitze
-Ingwer
-Knoblauch
-Sandelholz
-Microbalan

Microbalan ist ein astringierende Pflanze und war bekannt als 'Königin' der Heilpflanzen in der tibetischen Medizin, denn es vereinte alle Eigenschaften der tibetischen Medizin.