Hauptunterschiede zwischen tibetischer und chinesischer Medizin

Zwischen den beiden Medizinen bestehen fundamentale, ideologische Unterschiede. Das Yin-Yang-Prinzip der chinesischen Medizin basiert auf den Tao-Lehren. Buddha Dharma ist der Eckstein der tibetischen Medizin. Die Tao-Lehren glauben an die Existenz der Unsterblichkeit und dem Wunsch, sie zu besitzen. Buddha Dharma glaubt an die Transitivität des Lebens, die Reinkarnation, in einem unendlichen Kreislauf. Das Yin/Yang Konzept beruht auf Dualismus, der zwei grundlegende, gegensätzliche Elemente beinhaltet, beispielsweise Körper und Geist, Gut und Böse.

Die chinesische Medizin entspringt aus alten Traditionen,, die heute noch ein wichtiger Aspekt in der Praxis ist. Dies beinhaltet Einverständnis, Gleichgewicht, Leidenschaft und Prävention. Der chinesische Mediziner rät eher als dass er leitet. Der Glaube ist, nicht die Krankheit, sondern die Person zur Genesung zu führen. Wenn beispielsweise zwei Personen die selben Symptome haben, werden doch beiden unterschiedliche Behandlungsmethoden verschrieben. Der Grund ist, dass beide unterschiedliche Lebenserfahrungen gemacht haben und bei beiden der Energiefluss auf unterschiedliche Art nicht mehr richtig fließt.

Tibetische Medizin ist eher eine wissenschaftliche Disziplin, Kunst und philosophisches System. Das führt zu einem ganzheitlichen Wohlbefinden. Es ist die Wissenschaft, Körper und Geist gleichermaßen zu behandeln. Sie basiert auf Wissenschaften, denn die Prinzipien folgen einem systematischen und geordnetem Modell.

Die tibetische Medizin kommt aus dem buddhistischen und beruht prinzipiell auf dem Zusammenspiel von Ethik, Selbstlosigkeit und Karma. Das setzt voraus, dass man ein Verständnis für Körper und Geist im Zusammenhang mit der Umgebung hat. Dadurch begreift man das Leiden des Patienten und kann ihm diese erleichtern.